Widerrufsjoker auch bei Maklerprovisionen

Maklerprovisionen sind ein nicht unerheblicher Kostenfaktor bei An- und Vermietung von Wohnungen bzw. An- und Verkauf von Wohn- und Grundeigentum. Meistens sind die Forderungen zudem besonders ärgerlich, wenn bei eigener Suche und nur geringfügiger Maklerbeteiligung Gebühren von mehreren Kaltmieten bzw. mehreren tausend Euro des Verkaufserlöses an den Makler gezahlt werden müssen.

Nicht selten sind die Forderungen des Maklers jedoch nicht berechtigt bzw. kann der Maklervertrag mangels oder wegen fehlerhafter Widerrufsbelehrung widerrufen werden. Folge ist, dass ein Anspruch auf Zahlung von Maklerprovision erlischt. Das Verbrauchern das Recht zum Widerruf zusteht, hat der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 14.03.2019, Az.: I ZR 134/18 nochmals ausdrücklich bestätigt. Aufgrund dessen, dass den Erfahrungen nach Maklerverträge oftmals die ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung vermissen lassen, sollten Sie die Ihnen zugehenden Rechnungen und die dazugehörigen Verträge prüfen. Auch sollten Sie bei bereits gezahlten Maklerprovisionen die Vertragsunterlagen genau prüfen, da bei Fehlern in der Widerrufsbelehrung die Widerruflichkeit erst nach einem Jahr und 14 Tagen, ab Vertragsschluss, erlischt.

Gern stehen wir Ihnen bei der Prüfung Ihrer Verträge und gegen Sie erhobener Forderungen zur Seite.